Einphasige Wallbox ZCS Azzurro Caro 7,4 kW
ZCS Azzurro Caro: einphasige Ladestation mit 7,4 kW und fest angeschlagenem Typ-2-Kabel von 4 Metern, Wandmontage, Ladefreigabe per RFID, App oder Plug and Charge.
Integriert einen Fehlerstromschutz 30 mA Typ A und die Erkennung von Gleichfehlerströmen bis 6 mA: In der vorgesehenen Konfiguration entfällt ein zusätzlicher RCD vom Typ B. Dynamisches Lastmanagement ermöglicht den Betrieb auch an einem 3-kW-Anschluss, mit WLAN, Ethernet und Bluetooth.
Die ZCS Azzurro Caro ist die einphasige Ladestation mit 7,4 kW in der Ausführung mit fest angeschlagenem Typ-2-Ladekabel von 4 Metern. Sie wird an der Wand montiert, per RFID, App oder Plug and Charge freigegeben und arbeitet mit den Wechselrichtern und Speichern von ZCS zusammen.
Die Schutzeinrichtungen sind bereits eingebaut — dort liegt die Ersparnis im Verteiler
Das schlägt bei den Gesamtkosten der Installation am stärksten zu Buche. Beim Laden mit Wechselstrom können Gleichfehlerströme entstehen, die nach den Errichtungsbestimmungen erkannt werden müssen: Die klassische Lösung ist ein eigener RCD vom Typ B, ein Vielfaches teurer als ein Typ A.
Diese Ladestation enthält bereits einen Fehlerstromschutz 30 mA vom Typ A sowie die Erkennung von Gleichfehlerströmen bis 6 mA — genau das, was die Norm verlangt. In der vom Hersteller vorgesehenen Konfiguration muss daher kein Typ B vorgeschaltet werden. Ebenfalls an Bord ist die Überwachung verschweißter Kontakte, die anspricht, wenn ein Relais im geschlossenen Zustand hängen bleibt — der heimtückischste Fehler bei einem Gerät, das das Fahrzeug spannungsfrei schalten können muss.
Die abschließende Bewertung bleibt beim Planer, der sie im Schaltplan und in der Konformitätserklärung festhalten muss.
Festkabel oder Steckdose: eine Entscheidung ohne Rückweg
Diese Ausführung hat ein fest angeschlagenes Kabel von 4 Metern. Gegenüber der Variante mit Typ-2-Steckdose ist die Abwägung eindeutig und sollte vor dem Kauf getroffen werden:
- Festkabel — kein eigenes Kabel mitführen, kein Verstauen im Fahrzeug, der Ladevorgang beginnt sofort. Die naheliegende Wahl für private Nutzung, wenn immer dasselbe Fahrzeug lädt.
- Steckdose — jeder Nutzer bringt sein eigenes Kabel mit. Vorzuziehen in gemeinschaftlich genutzten Bereichen, weil Verschleiß, Beschädigung und Diebstahl seltener werden und die Station nicht an einen Steckertyp gebunden ist.
Auch die Länge zählt: Vier Meter reichen für den Stellplatz, wenn die Station nahe am Ladeanschluss sitzt; steht das Fahrzeug längs oder muss es umgekehrt einparken, kann es knapp werden. Maßgeblich ist der tatsächliche Kabelweg, nicht die Luftlinie.
Wesentliche Merkmale
| Leistung | 7,4 kW einphasig, über die App einstellbar |
| Anschluss | Fest angeschlagenes Typ-2-Kabel, 4 Meter |
| Ladefreigabe | RFID, App oder Plug and Charge |
| Konnektivität | WLAN, Ethernet, Bluetooth; 4G je nach Ausführung |
| Lastmanagement | Dynamisches Lastmanagement (DLM) |
| Fehlerstromschutz | 30 mA Typ A, integriert |
| Gleichfehlerströme | Erkennung bis 6 mA |
| Weitere Schutzfunktionen | Verschweißte Kontakte, Überspannung, Überstrom, Kurzschluss, Übertemperatur |
| Statusanzeige | Mehrfarbiger RGB-Leuchtring |
| Montage | Wandmontage; Standfuß optional |
| Gewicht | 3,6 kg |
Lastmanagement ist wichtiger, als es scheint
Bei einem Hausanschluss von 3 oder 4,5 kW ist Laden mit 7,4 kW neben allen übrigen Verbrauchern schlicht nicht tragfähig: Backofen, Induktionskochfeld und Wärmepumpe gleichzeitig würden die Begrenzung auslösen. Das dynamische Lastmanagement löst das an der Wurzel, indem es die Ladeleistung senkt, während das Haus Strom zieht, und sie wieder anhebt, sobald die Verbraucher abschalten.
Es ist die Funktion, mit der sich eine 7,4-kW-Wallbox ohne Erhöhung der Anschlussleistung installieren lässt, was den höheren Grundpreis auf der Rechnung erspart. Allerdings muss sie bei der Inbetriebnahme korrekt eingerichtet werden, zusammen mit dem Messsensor an der Hauptleitung.
Häufige Fragen
Wird ein eigener RCD vom Typ B benötigt?
In der vom Hersteller vorgesehenen Konfiguration nein. Die Station enthält den 30-mA-Typ-A-Schutz und die Erkennung von Gleichfehlerströmen bis 6 mA, also genau die Funktion, für die sonst ein Typ B nötig wäre. Der Planer muss dies dennoch im Schaltplan dokumentieren.
Kann ich sie an einem 3-kW-Anschluss betreiben?
Ja, mit aktiviertem dynamischem Lastmanagement: Die Station senkt die Ladeleistung entsprechend dem übrigen Hausverbrauch, ohne dass der Zähler auslöst. In Spitzenzeiten lädt sie langsamer und wird wieder schneller, sobald das Haus wenig verbraucht — typischerweise nachts.
Lässt sie sich in die Photovoltaikanlage einbinden?
Ja, und das ist einer der Hauptgründe für die Wahl: Sie gehört zum Ökosystem ZCS Azzurro und kommuniziert mit Wechselrichtern und Speichern derselben Familie, sodass das Laden bei Solarüberschuss bevorzugt werden kann. Die konkrete Einrichtung hängt vom Wechselrichtermodell ab und sollte vor der Bestellung geprüft werden.
Darf sie im Freien stehen?
Ja. Die Caro-Familie ist für Innen- und Außenaufstellung deklariert. Wie bei jedem elektronischen Gerät verlängert ein vor direkter Sonne und Schlagregen geschützter Standort die Lebensdauer — und das Festkabel profitiert am meisten, denn es leidet am stärksten unter UV-Strahlung und Temperaturwechseln.
Wer darf sie installieren?
Eine qualifizierte Elektrofachkraft, die die Konformitätserklärung ausstellt. Zu prüfen sind Querschnitt der eigenen Zuleitung, Selektivität der Schutzeinrichtungen und Erdung. Zu beachten ist außerdem, dass die Installation zusammen mit einer Photovoltaikanlage steuerlich anders behandelt werden kann: Diese Bewertung obliegt demjenigen, der die Rechnung stellt.