Alfen Eve Double Plus Dreiphasig 2 Kabel T2
Alfen Eve Double Plus dreiphasig: Ladestation mit zwei unabhängigen Ladepunkten und zwei fest angeschlagenen Typ-2-Kabeln, 32 A je Phase, mit Lastmanagement zwischen den beiden Fahrzeugen.
Zugang per RFID, mehrfarbige LED-Anzeigen, RJ45-Ethernet, Erkennung von Gleichfehlerströmen bis 6 mA — ermöglicht einen RCD vom Typ A statt Typ B — IP54 und IK10. Für Fuhrparks und Gemeinschaftsparkplätze.
Die Alfen Eve Double Plus in der dreiphasigen Ausführung ist eine Ladestation mit zwei unabhängigen Ladepunkten und zwei fest angeschlagenen Typ-2-Kabeln bei einem Maximalstrom von 32 A je Phase. Sie ist für Firmenparkplätze, Fuhrparks und gemeinschaftlich genutzte Stellplätze gedacht, auf denen zwei Plätze von einem einzigen Gerät versorgt werden sollen.
Festkabel: bequem für den Nutzer, Verschleiß für den Betreiber
Das ist der wesentliche Unterschied zur Steckdosenvariante, und er will vor dem Kauf abgewogen sein, denn später lässt er sich nicht mehr ändern. Mit bereits angeschlagenen Kabeln kommt der Nutzer an, steckt ein und fährt wieder los: kein eigenes Kabel mitführen, keines im Kofferraum aufbewahren — im Fuhrpark entfällt damit das Problem vergessener oder vertauschter Kabel.
Die Kehrseite trägt der Betreiber. Die Kabel bleiben Witterung, UV-Strahlung und überfahrenden Fahrzeugen ausgesetzt, sie verschleißen und können beschädigt werden, in öffentlich zugänglichen Bereichen auch gestohlen. Auf einem gemeinschaftlichen Parkplatz mit wenigen Stammnutzern überwiegt der Vorteil; in einem für jedermann offenen Bereich ist die Steckdosenvariante meist die robustere Wahl.
Zwei Ladepunkte bedeuten nicht automatisch die doppelte Leistung
Das zählt bei der Auslegung der Anlage am meisten. Damit beide Punkte gleichzeitig die volle Leistung abgeben, wären 64 A je Phase erforderlich — ein Wert, über den nur wenige Hausanschlüsse verfügen und der mit der Anschlussleistung oft nicht vereinbar ist.
Deshalb enthält die Station ein Lastmanagement: Sind beide Kabel in Gebrauch, wird die verfügbare Leistung auf die beiden Fahrzeuge verteilt, statt die Schutzeinrichtung auszulösen. Zwei Fahrzeuge erhalten damit jeweils etwa die halbe Leistung und laden doppelt so lange. Das ist keine Einschränkung des Produkts, sondern das korrekte Verhalten: Die Planungsentscheidung besteht darin, wie viel Leistung dem Laden gewidmet wird — die Station passt sich diesem Budget an.
Technische Daten
| Ladepunkte | 2, unabhängig |
| Anschluss | 2 fest angeschlagene Typ-2-Kabel (Feeder Cable) |
| Versorgung | Dreiphasig |
| Maximalstrom | 32 A je Phase |
| Leistung | Einstellbar, mit Lastmanagement zwischen den beiden Punkten |
| Autorisierung | RFID-Leser |
| Bedienoberfläche | Mehrfarbige LED-Anzeigen |
| Konnektivität | RJ45-Ethernet-Anschluss |
| Elektrischer Schutz | Erkennung von Gleichfehlerströmen bis 6 mA |
| Schutzart | IP54, Stoßfestigkeit IK10 |
Die Gleichfehlerstromerkennung spart im Verteiler
Das ist das technische Detail mit dem größten Einfluss auf das Gesamtangebot. Beim Laden mit Wechselstrom können Gleichfehleranteile entstehen, die nach den Errichtungsbestimmungen erkannt werden müssen: Die klassische Lösung ist ein RCD vom Typ B je Ladepunkt, ein Vielfaches teurer als ein Typ A.
Diese Station enthält die Erkennung von Gleichfehlerströmen bis 6 mA — genau die geforderte Funktion. Damit lässt sich der Stromkreis in der vom Hersteller vorgesehenen Konfiguration mit einem RCD vom Typ A statt Typ B schützen, und bei einer Doppelstation verdoppelt sich die Ersparnis. Die abschließende Bewertung bleibt beim Planer, der sie im Schaltplan und in der Konformitätserklärung festhalten muss.
IK10: warum das auf einem Parkplatz zählt
Die Kennzahl IK10 beschreibt die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Stöße und ist die höchste Klasse der Skala. Bei einer Station auf einem Firmen- oder Gemeinschaftsparkplatz ist das kein Datenblattwert: Es ist der Unterschied zwischen einem Gehäuse, das den Stoß einer Autotür, eines Einkaufswagens oder eines misslungenen Rangiermanövers aushält, und einem, das reißt. Die Schutzart IP54 schützt vor Staub und Spritzwasser aus allen Richtungen und genügt für die Außenaufstellung.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sie sich von der Steckdosenvariante?
Diese hat zwei bereits angeschlagene Kabel: Der Nutzer muss kein eigenes mitbringen. Die Steckdosenvariante überlässt jedem sein eigenes Kabel und verringert Verschleiß, Beschädigung und Diebstahl. Festkabel passen zu Fuhrparks und Stammnutzern, Steckdosen zu öffentlich zugänglichen Bereichen.
Wie viel Leistung wird für beide Punkte bei Volllast benötigt?
Bei 32 A je Phase an zwei Punkten benötigt die Station 64 A je Phase. Lässt die Leitung oder der Anschluss das nicht zu, wird ein niedrigerer Grenzwert eingestellt und das Lastmanagement verteilt die Leistung auf die angeschlossenen Fahrzeuge: Die Ladedauer ändert sich, die Funktion nicht.
Wird je Ladepunkt ein RCD vom Typ B benötigt?
Die Station enthält die Erkennung von Gleichfehlerströmen bis 6 mA, was in der vorgesehenen Konfiguration den Einsatz eines Typ-A-Geräts erlaubt. Bei einer Doppelstation ist das eine erhebliche Ersparnis, die Entscheidung muss der Planer jedoch im Schaltplan bestätigen.
Wie wird der Zugang geregelt?
Über den RFID-Leser: Autorisierte Karten werden freigeschaltet, sodass die Station nicht von jedem Vorbeikommenden genutzt werden kann. In Firmen- und Gemeinschaftsanlagen ist das zugleich die Grundlage dafür, Verbräuche einzelnen Nutzern zuzuordnen — diese Funktion hängt allerdings von der Konfiguration und vom eingesetzten Managementsystem ab.
Lassen sich die Kabel bei Beschädigung tauschen?
Fest angeschlagene Kabel sind vom Hersteller oder vom autorisierten Service austauschbar, aber das ist keine Arbeit für den Eigengebrauch: Der Tausch betrifft eine spannungsführende Verbindung und muss von qualifiziertem Personal ausgeführt werden. Auch deshalb ist die Steckdosenvariante dort, wo das Beschädigungsrisiko hoch ist, über die Zeit die günstigere Lösung.