SolaX X3-PRO-10K-G2 Wechselrichter dreiphasig 10 kW
Der SolaX X3-PRO-10K-G2 ist ein dreiphasiger 10 kW String-Photovoltaikwechselrichter mit 2 MPPT, bis zu 15 kWp PV-Generatorleistung, maximalem Wirkungsgrad von 98,2% und Schutzart IP66. Natürliche Kühlung ohne Lüfter und integrierte Exportkontrolle. Mit 11 kVA maximaler Scheinleistung bleibt er unter der Schwelle von 11,08 kW der CEI 0-21: kein externer Schnittstellenschaltschrank erforderlich.
Der Wechselrichter SolaX X3-PRO-10K-G2 ist ein dreiphasiger 10 kW String-Photovoltaik-Wechselrichter für große Wohngebäude, landwirtschaftliche Betriebe und kleine Gewerbebetriebe mit dreiphasigem Zähler. Zusammen mit der 8 kW Variante ist er das einzige Modell der X3-PRO G2 Serie, das unter der von CEI 0-21 festgelegten Schwelle von 11,08 kW bleibt, und das verändert die Endkosten der Anlage.
Unter 11,08 kW: kein externer Schnittstellenschrank
Die CEI 0-21 schreibt den Schaltschrank mit Schnittstellenschutz (SPI), ein separates Schnittstellengerät und einen Prüfbericht nur für Anlagen vor, die 11,08 kW überschreiten. Der X3-PRO-10K-G2 weist 10 kW Nennleistung und 11 kVA maximale Scheinleistung aus: Er bleibt unter der Schwelle und arbeitet nur mit dem integrierten Schnittstellenschutz. Im Vergleich zur 12 kW Variante spart man den SPI-Schaltschrank, den Prüfbericht und Verkabelungsstunden. Achtung jedoch: Die Schwelle wird anhand der Gesamtleistung der Anlage bewertet, nicht anhand des einzelnen Wechselrichters. Wenn also weitere Einheiten vorhanden sind, beginnt die Berechnung von vorn.
Technische Daten SolaX X3-PRO-10K-G2
| AC-Nennleistung | 10 kW dreiphasig 3/N/PE 230/400 V |
| Maximale Scheinleistung | 11 kVA (AC-Überlast 110%) |
| Nenn-Ausgangsstrom / maximaler Ausgangsstrom | 15,2 A / 16 A |
| Empfohlene PV-Leistung | 15 kWp (Überdimensionierung 150%) |
| MPPT / Strings pro MPPT | 2 / 2 |
| Maximaler Strom pro MPPT | 32 A (Isc 40 A) |
| Maximale PV-Spannung | 1100 V |
| MPPT-Bereich / Startspannung | 160-980 V / 200 V |
| Maximaler / europäischer Wirkungsgrad | 98,2% / 97,7% |
| Schutzart | IP66 |
| Kühlung | Natürlich, ohne Lüfter (unter 35 dB) |
| Betriebstemperatur | -30 / +60 °C (Derating über 45 °C) |
| Nachtverbrauch | unter 3 W |
| Schutzfunktionen | SPD Typ II auf DC- und AC-Seite, AFCI optional |
| Kommunikation | USB, RS485, DRM; Dongle Pocket WiFi/LAN/4G optional |
| Abmessungen / Gewicht | 482 x 417 x 181 mm / 24,5 kg |
Wie viele Module wirklich passen
Die empfohlenen 15 kWp entsprechen einer Überdimensionierung von 150% bezogen auf die 10 kW Nennleistung: Mit Modulen à 450 Wp bedeutet das etwa 33 Module. Die Verteilung ist jedoch eingeschränkt: 2 MPPT mit jeweils 2 Strings, 32 A maximaler Strom pro Tracker und 40 A Kurzschlussstrom. Bei TOPCon-Modulen der neuesten Generation, die einen Isc von etwa 14-15 A haben, nähern sich zwei parallel geschaltete Strings am selben MPPT dem Grenzwert: Der tatsächliche Isc des Moduls muss vor der Parallelschaltung immer geprüft werden. Zwei Ausrichtungen werden gut verwaltet, drei nicht: In diesem Fall ist eine Größe mit 3 MPPT erforderlich, wie das 25 kW Modell.
Exportkontrolle und Lastmanagement
Die Funktion zur Exportkontrolle ist im Wechselrichter integriert und wird durch den Anschluss eines externen Energiezählers oder von Stromwandlern aktiviert: Sie ermöglicht die Einhaltung etwaiger vom Netzbetreiber geforderter Einspeisegrenzen bis hin zur Nulleinspeisung. Der Wechselrichter integriert außerdem das smarte Lastmanagement, mit dem eine Wärmepumpe oder eine Wallbox in Zeiten von PV-Überschuss gesteuert werden kann. Die 24-Stunden-Überwachung erfolgt über den Dongle Pocket WiFi, LAN oder 4G, während am Gerät ein LCD-Display und zwei Status-LEDs vorhanden bleiben.
Häufige Fragen
Benötigt man mit dem SolaX X3-PRO-10K-G2 den Schnittstellenschrank nach CEI 0-21?
Nein, wenn die Anlage insgesamt innerhalb von 11,08 kW bleibt. Der Wechselrichter weist 10 kW Nennleistung und 11 kVA maximale Scheinleistung aus und fällt daher in den Fall, in dem der integrierte Schnittstellenschutz ausreicht und weder ein externer SPI-Schaltschrank noch ein separates Schnittstellengerät oder ein Prüfbericht erforderlich sind. Wenn der Anlage weitere Generatoren hinzugefügt werden, muss die Gesamtleistung neu berechnet werden.
Wie viele Module kann ich an einen X3-PRO-10K-G2 anschließen?
Die empfohlene PV-Leistung beträgt 15 kWp, das entspricht 150% der Nennleistung: etwa 33 Module à 450 Wp. Die Module müssen auf 2 MPPT mit maximal jeweils 2 Strings und 32 A pro Tracker verteilt werden. Die praktische Einschränkung ist fast nie die Leistung, sondern der Strom: Bei Modulen mit hohem Isc ist es empfehlenswert, nur einen String pro MPPT zu verwenden.
Verwaltet der X3-PRO-10K-G2 Batteriespeicher?
Nein. Es handelt sich um einen netzgekoppelten String-Wechselrichter ohne Batterieeingang. Um einen Speicher hinzuzufügen, ist entweder ein AC-seitiger Retrofit-Wechselrichter erforderlich oder der Austausch gegen ein Hybridmodell der SolaX Serie, wie X3-Hybrid oder X3-IES, die das Management von Hochvoltbatterien und die EPS-Backup-Funktion integrieren.
Ist er laut? Kann ich ihn in der Nähe eines bewohnten Bereichs installieren?
Das 10 kW Modell verwendet natürliche Kühlung ohne Lüfter, mit einer typischen Geräuschemission unter 35 dB. Es ist die leiseste Größe der Serie: Ab 15 kW setzt SolaX auf Zwangsbelüftung, und der Pegel steigt auf über 50 dB. Für einen Technikraum neben einem Schlafzimmer oder Büro ist das ein deutlich wahrnehmbarer Unterschied.
Was ist der Unterschied zwischen X3-PRO G2 und X3-MIC G2?
Der PRO G2 ist die Linie mit höherer Leistungsdichte, mit 32 A pro MPPT, bereits auf beiden Seiten vorhandenen SPD Typ II, smartem Lastmanagement und Schutzart IP66. Der MIC G2 ist die grundlegende Wohngebäude-Linie, leichter und günstiger, mit niedrigeren Eingangsstömen. Bei Anlagen mit langen Strings oder Hochstrommodulen vermeidet der PRO den Engpass am DC-Eingang.