X1-HAC-7P
Einphasige Wallbox mit 7,2 kW der Serie SolaX X1-HAC, Version Type P mit integriertem festem Ladekabel Type 2. Einstellbarer Strom von 6 bis 32 A, IP65 und IK10 für Innen- oder Außeninstallation, Authentifizierung per RFID und App, Protokoll OCPP 1.6 JSON und dynamischer Lastausgleich mit TA inklusive. Integrierter Fehlerstromschutz 30 mA AC + 6 mA DC.
Die SolaX X1-HAC-7P ist eine einphasige Wallbox mit 7,2 kW und bereits angeschlossenem Type 2-Ladekabel, konzipiert für die Kombination mit einer Photovoltaikanlage und für den täglichen Einsatz im Wohnbereich oder in kleinen Unternehmen. Die Bezeichnung ist nicht zufällig: In der Serie X1-HAC steht der Buchstabe P für plug, also für ein festes Kabel mit 6,5 Metern Länge, während die Variante S (socket) nur über die Steckdose verfügt und der Nutzer sein eigenes Kabel mitbringen muss. Das ist der Unterschied, der über die Nutzererfahrung entscheidet und in Preislisten kaum erklärt wird.
7,2 kW an einem italienischen einphasigen Anschluss: was wirklich zu erwarten ist
Eine Wallbox mit 7,2 kW nimmt 32 A bei 230 V auf. Die meisten italienischen Haushaltsanschlüsse haben jedoch 3 kW (ca. 13,6 A) oder 4,5 kW: Ohne Leistungserhöhung oder ohne Aktivierung eines speziellen Tarifs für das Laden von Elektrofahrzeugen ist die volle Leistung nicht erreichbar. Das ist kein Produktproblem, sondern eine Frage des Anschlusspunktes und die erste Prüfung, die vor dem Angebot erfolgen sollte.
Genau deshalb ist das dynamische Lastmanagement die wichtigste Funktion dieser Wallbox und kein Zubehör: Durch das Auslesen des Hausverbrauchs über den mitgelieferten Stromwandler reduziert die X1-HAC-7P automatisch den Ladestrom, wenn Backofen, Induktionskochfeld oder Wärmepumpe in Betrieb gehen, und verhindert so das Auslösen des Leistungsbegrenzers. Bei aktiver Photovoltaikanlage kann außerdem ein Modus eingestellt werden, der nur den Überschuss nutzt, der sonst ins Netz eingespeist würde.
Der Vorteil im Verteiler: Fehlerstromschutz Typ A statt Typ B
Die X1-HAC-7P integriert die Überwachung von Fehlerströmen mit 30 mA in AC und 6 mA in DC. Das ist ein Detail mit unmittelbarer wirtschaftlicher Auswirkung: Der Schutz gegen Gleichfehlerströme, den die CEI 64-8 für Ladepunkte vorschreibt, wird bereits durch das interne Gerät erfüllt. Daher genügt vorgeschaltet ein Fehlerstrom-Schutzschalter Typ A und kein Typ B, der deutlich teurer und größer ist. Die Prüfung der Koordination bleibt selbstverständlich Aufgabe des Anlagenplaners.
Wie lange dauert das Laden des Autos?
Die Berechnung ist einfach: zu ladende Energie geteilt durch die tatsächlich abgegebene Leistung. Die Begrenzung ist jedoch fast nie die Wallbox, sondern das On-Board-Ladegerät des Fahrzeugs: Viele Fahrzeuge mit einphasigem Wechselstromladen sind auf 7,4 kW begrenzt, andere auf 3,7 kW, und in diesem Fall passt sich die Wallbox entsprechend an. Es lohnt sich, vor dem Kauf das technische Datenblatt des eigenen Fahrzeugs zu prüfen.
| Zu ladende Energie | Bei 7,2 kW | Bei 3,7 kW (Fahrzeug begrenzt) |
| 20 kWh (ca. 120-150 km) | ca. 2 h 45 min | ca. 5 h 25 min |
| 40 kWh (Kleinwagen von leer bis voll) | ca. 5 h 35 min | ca. 10 h 50 min |
| 60 kWh (SUV oder elektrische Limousine) | ca. 8 h 20 min | ca. 16 h 15 min |
Die Zeiten sind theoretisch und berücksichtigen weder Umwandlungsverluste, typischerweise zwischen 5 und 10%, noch die normale Verlangsamung des Ladevorgangs der Batterie über 80% Ladezustand hinaus.
Technische Daten X1-HAC-7P
| Stromversorgung | Einphasig 1/N/PE, 230 V, 50/60 Hz |
| Verteilungssysteme | TN, TT, IT |
| Ausgangsstrom | 6 - 32 A einstellbar |
| Ladeleistung | 1,4 - 7,2 kW |
| Ladeanschluss | Festes Type 2-Kabel (IEC 62196-2), 6,5 m |
| Authentifizierung | Plug and charge, RFID ISO 14443-A, SolaX App |
| Kommunikation | Wi-Fi 2,4 GHz, Ethernet, RS485, 4G optional |
| Protokoll | OCPP 1.6 (JSON), TLS-verschlüsselte Kommunikation |
| Fehlerstromschutz | Integriert 30 mA AC + 6 mA DC |
| Schutzart | IP65, Schlagfestigkeit IK10 (IK08 am Display) |
| Installation | Wandmontage (Standfuß optional), innen oder außen |
| Betriebstemperatur | -30 °C / +50 °C |
| Weitere Schutzfunktionen | Über-/Unterspannung, Überlast, Kurzschluss, Fehlerstrom, Erdung, Überspannungen, Übertemperatur |
| Normen | IEC 61851-1:2017, IEC 62196-2:2016, CE, LVD, EMC, RED |
| Abmessungen und Gewicht (Version P) | 265 x 370 x 155 mm, ca. 10,5 kg |
| Lieferumfang | Montagehalterung, Stromwandler, RFID-Karten |
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen der Version 7P und der Version 7S?
Die 7P ist die Version mit festem, bereits an der Wallbox montiertem Type 2-Ladekabel mit 6,5 Metern Länge: ankommen, ans Auto anschließen und starten. Die 7S verfügt dagegen über eine Type 2-Steckdose und erfordert ein mobiles Kabel, das der Nutzer im Auto mitführen muss. Die 7P ist im Alltag komfortabler und die typische Wahl für eine Garage oder einen privaten Stellplatz; die 7S wird bevorzugt, wenn das Gerät öffentlich zugänglich ist oder wenn Kabel unterschiedlicher Länge verwendet werden sollen.
Kann ich sie installieren, wenn ich einen Zähler mit 3 kW habe?
Ja, aber du lädst nicht mit 7,2 kW. Die Wallbox muss auf einen maximalen Strom konfiguriert werden, der mit der verfügbaren Leistung kompatibel ist, und vor allem muss der mitgelieferte Stromwandler angeschlossen werden, um das dynamische Lastmanagement zu aktivieren: So wird der Ladevorgang automatisch reduziert, wenn andere Haushaltsgeräte Strom aufnehmen, und ein Abschalten des Zählers wird vermieden. Um die 7,2 kW wirklich nutzen zu können, ist eine Leistungserhöhung des Entnahmepunktes erforderlich.
Ist vorgeschaltet ein Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B erforderlich?
Nein. Die X1-HAC-7P integriert die Erkennung von Gleichfehlerströmen mit 6 mA zusätzlich zum Schutz mit 30 mA in AC. Damit wird die Funktion, die normalerweise einem Fehlerstrom-Schutzschalter Typ B anvertraut wird, bereits intern erfüllt, und ein Fehlerstrom-Schutzschalter Typ A speziell für die Ladeleitung ist ausreichend. Die Dimensionierung der Leitung und die Koordination der Schutzgeräte bleiben Aufgabe des Planers.
Funktioniert sie nur mit SolaX-Wechselrichtern?
Nein, die Wallbox funktioniert als normaler Ladepunkt mit jeder elektrischen Anlage. Die engere Integration mit Lademodi, die den Photovoltaiküberschuss nutzen, entfaltet ihr volles Potenzial in einem vollständigen SolaX-Ökosystem, aber das dynamische Lastmanagement basiert auf dem mitgelieferten Stromwandler und funktioniert auch mit Wechselrichtern anderer Marken. Die Unterstützung von OCPP 1.6 JSON ermöglicht außerdem die Verwaltung über Drittanbieterplattformen.
Kann sie im Freien stehen, Regen und Sonne ausgesetzt?
Ja. Die Schutzart IP65 macht sie für die Außeninstallation geeignet, und die mechanische Schlagfestigkeit IK10 des Gehäuses schützt vor unbeabsichtigten Stößen, wobei das Display mit IK08 zertifiziert ist. Der angegebene Temperaturbereich reicht von -30 bis +50 °C. Dennoch ist es empfehlenswert, direkte Sonneneinstrahlung über den ganzen Tag zu vermeiden, da die Elektronik dadurch bei höheren Temperaturen arbeitet und an sehr heißen Tagen eine Reduzierung der abgegebenen Leistung auftreten kann.