Einphasiger AC-Photovoltaik-Schutzkasten QAC 3/5 kW
Einphasiger AC-Schutzverteiler für Photovoltaikanlagen von 3 bis 5 kW, 25 A 230 V. Integriert FI/LS-Schalter Klasse A mit 300 mA und Überspannungsableiter SPD Klasse II 2P 230 V 15 kA.
IP65-Gehäuse mit 12 Modulen, einlinigem Schaltplan und Konformitätserklärung. Es handelt sich um einen Schutz- und Trennverteiler: Der Schnittstellenschutz bleibt der im Wechselrichter integrierte.
Der einphasige AC-Schaltkasten QAC 3/5 kW ist der AC-seitige Schutz für die in italienischen Wohngebäuden am weitesten verbreitete Anlagengröße: eine 4-5 kWp-Anlage in Kombination mit einem einphasigen Wechselrichter. Er wird zwischen Wechselrichter und Hauptverteiler installiert und gewährleistet Trennung, Überstromschutz, einen für Leistungselektronik geeigneten Fehlerstromschutz sowie die Begrenzung von Überspannungen.
Warum genau 25 A
Der Ausgangsstrom eines einphasigen Wechselrichters ergibt sich aus der AC-Leistung geteilt durch 230 V. Ein Wechselrichter mit 5 kW liefert bei voller Leistung etwa 21,7 A; ein 4,6 kW-Gerät etwa 20 A. Ein 20 A-Schutzschalter würde an Tagen mit maximaler Produktion ständig an der Grenze arbeiten, mit dem Risiko ungewollter Auslösungen im Sommer, wenn die Temperatur im Verteiler die effektive Strombelastbarkeit reduziert. Die Größe 25 A bietet die richtige Reserve, ohne auf einen Wert zu steigen, der das Kabel nicht mehr schützen würde.
Umgekehrt gilt auf der vorgelagerten Seite: Der Querschnitt des AC-Kabels zwischen Wechselrichter und Verteiler muss für eine Strombelastbarkeit von mindestens den 25 A des Schutzschalters gewählt werden, typischerweise 4 mm² bei kurzen Strecken und 6 mm², wenn die Entfernung 20-25 Meter überschreitet, um den Spannungsabfall innerhalb des von den Wechselrichterherstellern geforderten 1% zu halten.
Technische Daten QAC 3/5 kW
| Anlagenleistung | Von 3 bis 5 kW |
| Netztyp | Einphasig 230 V |
| Nennstrom | 25 A |
| Hauptschutz | FI/LS-Schalter (IMTD) 25 A, 300 mA, Klasse A |
| Überspannungen | Überspannungsableiter SPD Klasse II, 2P, 230 V, 15 kA |
| Schnittstellenschutz | Nicht vorhanden (Anlagen unter 11,08 kW) |
| Gehäuse | IP65-Box mit 12 Modulen, 115 x 220 x 200 mm |
| Dokumentation | Einlinienschaltplan und Konformitätserklärung |
| Gewicht | 2 kg |
Selektivität mit dem Fehlerstromschutz des Hausverteilers
Ein häufiger Fehler besteht darin, nach dem Wechselrichter einen 30 mA-Fehlerstromschutzschalter in Reihe zu dem bereits im Hauptverteiler vorhandenen zu installieren. Das Ergebnis ist, dass beim ersten Fehler beide auslösen und der Nutzer im gesamten Haus ohne Strom bleibt, ohne zu verstehen, woher das Problem kommt. Die Wahl eines 300 mA-Fehlerstromschutzschalters der Klasse A in diesem Schaltkasten ist bewusst getroffen: Er löst bei eindeutigen Fehlern und bei Brandgefahr aus, überlässt den Schutz gegen direktes Berühren dem 30 mA-Schutz im Haus und erhält die Selektivität zwischen den beiden Ebenen.
Häufig gestellte Fragen
Ist er für eine 6 kW-Anlage geeignet?
Nein. Ein einphasiger Wechselrichter mit 6 kW liefert etwa 26 A, also mehr als die Belastbarkeit von 25 A dieses Schaltkastens. Für diese Größe muss die 32 A-Version derselben Serie gewählt werden, die mit einer 8-Modul-Box und einem entsprechend dimensionierten FI/LS-Schalter ausgestattet ist.
Muss ich ihn im Haus oder außerhalb installieren?
Beide Lösungen sind möglich: Die Schutzart IP65 macht ihn für den Außenbereich geeignet. Im Freien ist ein schattiger Platz oder eine Position unter einem Vordach vorzuziehen, da direkte Sonneneinstrahlung die Innentemperatur erhöht und die Lebensdauer des Überspannungsableiters und des Fehlerstromschutzschalters verkürzt.
Ist er auch erforderlich, wenn ich bereits einen DC-Schaltkasten auf der String-Seite habe?
Ja, es handelt sich um zwei getrennte und sich ergänzende Schutzvorrichtungen. Der DC-Schaltkasten schützt und trennt den Abschnitt zwischen Modulen und Wechselrichter; dieser schützt und trennt den Abschnitt zwischen Wechselrichter und Netz. Eine fachgerecht ausgeführte Anlage verfügt über beide.
Kann ich mit diesem Schaltkasten trotzdem die Steuervergünstigung in Anspruch nehmen?
Ja. Der AC-Schaltkasten ist ein integraler Bestandteil der Photovoltaikanlage und seine Kosten fallen zusammen mit Modulen, Wechselrichter und Installationsarbeiten unter die förderfähigen Ausgaben, sofern sie in der Rechnung und in der Konformitätserklärung der Anlage dokumentiert sind.
Welche Dokumentation wird mit dem Schaltkasten geliefert?
Einlinienschaltplan des Schaltkastens und Konformitätserklärung des Schaltkastens selbst. Dies sind die Dokumente, die der Installateur seiner eigenen Erklärung gemäß DM 37/08 und dem beim Netzbetreiber eingereichten Anschlussantrag beilegt.